Sonntag, 17. Mai 2015

17.05.2015 - Warum wohl?

Die Nazis sind Gespenster - nicht nur in Heilbronn. Gespenster haben keinen Namen.

Nazis sind keine wirklichen Personen ... nur Gespenster.

Wenn in Heilbronn über die Nazis-Zeit von 1933 bis 1945 gesprochen wird, dann fallen meistens zwei bis maximal fünf Personen. Dann ist Schluss. 

Als ich als junge Mann nachfragte, dann sagte man mit: Das ist alles noch zu frisch … zu viele Menschen leben noch.

Dabei weiß man in Heilbronn ganz genau, wo sich die SA zum Beispiel getroffen - immer im Goldenen Lamm in der Lammgasse.

Auch die Namen der Mitglieder  von SA, SS und NSdAP kannte man in Heilbronn. 

Heilbronn weiss, wer von 1933  bis 1945 im Gemeinderat saß.

Und man wusste und weiß  ganz genau, wer sich in Heilbronn an jüdischem Vermögen bereicherte.

Man wusste und weiß in Heilbronn, wer bei Nazi-Polizei war.

Man wusste, von der SPD und KPD in die NSdAP wechselte.

Die regionale Gazette hat bis heute kaum darüber geschrieben – Namen werden kaum veröffentlicht.

Warum wohl?

Samstag, 16. Mai 2015

16.05.2015 - Folgerichtig

Georg Elser war bestimmt ein mutiger Mann, der in seiner sozialistisch-kommunistischen Gesinnung und seiner Anti-Nazi-Haltung seine persönlich-richtigen Folgen gezogen hat. Aber nur seine eigenen - "Tyrannenmord" war schon in der Antike sehr umstritten, weil die Folgen nicht deutlich einschätzbar waren.

Elsers Genossen in Moskau hatten aus der Macht des Nationalsozialismus in Deutschland völlig andere Schlüsse gezogen als er - siehe Hitler-Stalin-Pakt. Das alles unterschlägt die Heilbronner Stimme in ihrer seltsamen Berichterstattung (Seite 40 / 16. Mai 2015).

Georg Elser war ein deutscher und sozialistischer Schreiner, der als "Widerstandskämpfer" gegen den Nationalsozialismus historische Bedeutung erlangte. Die Folgen seines Attentats bedachte er nicht, wie viele unschuldige Menschen dabei sterben müssen auch nicht.

Sein am 8. November 1939 bei einer Kundgebung im Münchner Bürgerbräukeller ausgeführtes Attentat auf Adolf Hitler und nahezu die gesamte NS-Führungsspitze scheiterte gnadenlos. Die Natur war gegen ihn.

Diese hatte sich dort im Rahmen einer Propagandaveranstaltung vor etwa 1.500 bis 2000 Zuhörern zum Gedenken an den 9. November 1923 versammelt.
Weil Hitlers geplanter Rückflug nach Berlin wegen Nebels ausfiel und er stattdessen auf einen Sonderzug ausweichen musste, redete er viel kürzer als sonst und beendete seinen Aufenthalt im Bürgerbräukeller früher als erwartet. Er verließ mit seinem Führungsstab das Gebäude bereits 13 Minuten vor der durch einen Zeitzünder ausgelösten Explosion.

Die Bombe explodierte exakt zu der von Elser vorgesehenen Zeit um 21:20 Uhr. 

Die Explosion des Sprengsatzes verwüstete den Saal, tötete von den zirka 120 bis 150 zuletzt im Saal verbliebenen Anwesenden acht und verletzte 63 Besucher, davon 16 schwer. 

Der geplante „Tyrannenmord“ misslang.

Sich vorzustellen, dass dieses Elser-Attentat auf Hitler geglückt wäre, dann wäre die Folgen seltsam komisch: Der Völkermord an die Juden, der Zweite Weltkrieg und die Folgen … wären nicht mit dem Namen Hitler in Verbindung zu bringen. Hitler-Straßen oder Hitler-Denkmäler würden heute noch in Deutschland zu finden sein … etc.

Und Georg Elser wäre als Verbrecher und Mörder ohnehin hingerichtet worden - auch in einem Nachfolgestaat der Nazis - in einem eventuell militärisch-konservativ Deutschland.

Nein, nein … die deutsche Geschichte ging ihren folgerichtigen Gang … deutsche Geschichte ist kein "Goldenes Blatt" für alleswissende Anti-Nazi-Gruppen oder für gutmeinende Antifaschisten.

Freitag, 15. Mai 2015

15.05.2015 - Sozi-Kleinbürger

Die SPD eine Partei, die aus der Arbeiterbewegung kommt?

Naja – in Heilbronn und im Unterland sind da Fragenzeichen zu setzen.

Nachdem die Nazis 1933 das Heilbronner Rathaus erobert hatten, wurden aus braven SPD-Genossen, vor allem aus den Angestellten im Rathaus, brave Volksgenossen.

Und aus vielen Heilbronner Polizisten oder Lehrer, die bisher stramme Sozi-Genossen waren, wurden sehr schnell NSdAP-Volkgenossen.

Vor allem nach dem Frühjahr/Sommer 1934 – nach dem sogenannten Röhm-Putsch. Da strömten die Sozi-Genossen in Massen in die Hitler-Partei.

Und vor allem in die Unterabteilunten der Nazi-Partei: KdF, DAF, SA, SS, BdM …

Und wollten alle ein kleines Hitler-Haus bauen – für 5.000 Reichsmark, oder den neuen Volkswagen kaufen … oder gar einen Volksempfänger …

Und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren die Volksgenossen ganz schnell wieder Sozi-Genossen ganz schnell.

Der Polizist und SS-Mann Heini Großhans war wieder SPD-Geschäftsführer und Stadtrat …

Nein, die SPD in Heilbronn war keine wirkliche Arbeiterbewegungspartei, sondern eine spießige Kleinbürgerpartei …

Der Nachfolger von Albert Großhans, Schuhhändler und Schuhladen-Besitzer, als SPD-Gemeinderatsvorsitzender wurde Friedrich Niethammer, der Sohn eines Generalleutnants der Reichswehr/Wehrmacht.

Harry Mergel, Sohn eines Malers und einer Garderobenfrau des Stadttheaters, nach einer Lehre als Bei der Stadt Heilbronn wurde er über dem zweiten Bildungsweg Gewerbeschullehrer, nebenbei Stadtrat und SPD-Fraktionsvorsitzender und schließlich Heilbronner Oberbürgermeister.


Sein Nachfolger als SPD-Gemeinderatsfraktionsvorsitzender wurde die Tochter eines Unternehmers, Sibylle Mösse-Hagen – die nach dem abgebrochenen Studiums Unternehmer-Gattin und Prokuristin wurde.

Kleinbürger, die es zu Geld brachten, führten die Sozis in Heilbronn - Salon-Sozialisten … und so ist auch ihr Denken, ihr Handeln und ihr Geist … wie sagte Kurt Tucholsky:

Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem 1. August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas –: vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.

Donnerstag, 14. Mai 2015

14.05.2015 - Scheidungen

In Deutschland können seit dem Jahre 2001 Schwule und Lesben eine Lebenspartnerschaft eingehen – sprich „Heiraten“.

Vor allem die grüne und sozialistischen Mitbürger wollen endlich so spießig wie ihre heterosexuellen Nachbarn heiraten und leben – im Einfamilienhaus … dagegen ist nichts zu sagen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Die Evangelen haben mit flatternden Fahnen (fast alle) gejubelt – die Katholen sind zurückhaltender … für katholische Schule steht ja die altkatholische Kirche bereit.

Neulich habe mit einem Rechtsanwalt – Spezialthema: Scheidungen – über die neuen Ehen gesprochen.

Weil über Scheidungen bei Schwulen kaum etwas  in Zeitungen zu lesen ist.

Ist ja deutlich und verständlich  – in einem Land wie Baden-Württemberg mit einer sozialistisch-grünen Regierung. 

Klar ist auf jeden Fall – bei Schwulen und Lesben sind die Scheidungsraten weitaus größer als bei  Heteros, wo die Raten schon sehr hoch sind. 

Prozentual. Ob nun schwul oder hertero gescheiden wird - traurig und meistens tragisch ist beides. Und geht nicht ohne große Verletzungen ab.

Mittwoch, 13. Mai 2015

13.05.2015 - Verachtung

Es gibt auch Politiker mit einem wunderbaren Charakter. Wie zum Beispiel Kurt Schumacher, der 1933 den Nazis im Reichstag zurief: 

"Die ganze nationalsozialistische Agitation ist ein dauernder Appell an den inneren Schweinehund im Menschen. (...) Wenn wir irgend etwas beim Nationalsozialismus anerkennen, dann ist es die Tatsache, daß ihm zum erstenmal in der deutschen Politik die restlose Mobilisierung der menschlichen Dummheit gelungen ist. (…) Abschließend sage ich den Herren Nationalsozialisten: Sie können tun und lassen was sie wollen; an den Grad unserer Verachtung werden sie niemals heranreichen.

(Lebhafter und anhaltender Beifall bei den Sozialdemokraten. Lärm bei den Nationalsozialisten.)

Nicht wegen Willy Brandt, Erich Ollenhauer oder gar Erhard Eppler war ich Mitglied der Sozialdemokraten geworden, sondern wegen des wirklichen Anti-Nazis und KZ-Häftlings Kurt Schumacher - und seines Denkens. Seit ich politisch denken konnte, stand sein Bild auf meinem Schüler-Schreibtisch.

Als die Stamokap und andere Linke in der SPD die Mehrheit bekamen, bin ich aus der Partei ausgetreten. Gottseidank. Wer als schmieriger Funktionär und Politiker den Stalinisten in der DDR und in der Sowjetunion die Füße geleckt hat, der ist für mich kein richtiger Sozialdemokrat.

Dienstag, 12. Mai 2015

12.05.2015 - Rassisten

Im Jahre 1998 hatte ich in Ägypten  Urlaub gemacht. Fünf Kilometer von Eilat/Israel entfernt – auf der ägyptischen Seite des Senai – bei Taba, im Hotel Kempinski. Neu erbaut.

Bei Israel konnten die Touristen-Flugzeuge nicht landen. Sie mussten bei Sharm El-Sheikh, an der Spitze des Senai – 180 Kilometer entfernt.

Das Hotel war deshalb nur zu 20 Prozent  ausgebucht.

Die deutsche Hotel-Leitung war darüber nicht glücklich. 

Aber am Wochenende war das Hotel fast voll. Voller Israeli. Voller Geschrei, Gebrülle … es war fast unerträglich. Bis in die Nacht hinein.

Der Senai war nach dem letzten ägyptischem-Israelischem Krieg in Zonen einteilt. Hier in Taba – hatte das ägyptische Militär nichts zu sagen.

Ich hatte mich darüber beschwert. Die Hotel-Leitung war auch unglücklich über das Geschrei.

Aber man war auch unglücklich darüber, dass viele der Israeli bei Hotel-Rezeption sich als Deutsche mit deutschem Pass anmeldeten. Wurden sie vom deutschen Personal mit der deutschen Sprache angesprochen, dann verstanden sie nicht – und antworteten mit Englisch.

Das ägyptische Personal setze sich aus Christen und muslimischen Menschen zusammen – zwischen denen ständig Reibereien gab.

Noch schlimmer jedoch war, dass die Israeli das ägyptische Personal miserabel behandelten. Als einer Ägypter nicht schnell genug war, stand einer Israeli auf, und verpasste dem Ägyptern einen Fußtritt.

Das war ein einem Tag, als in Israel einige israelische Soldaten von Palästinensers mit einem Selbstmord getötet wurden. 

Einige kleinen Israeli benutzen beim Frühstücksbuffet als Spielplatz und warfen mit Kuchen etc. – wenn das deutsche Aufsicht wehrte, dann wurde sie von den israelischen Eltern als Rassisten beschimpft.

Ich hatte nach diesem Urlaub gesagt – ich werde niemals nach Israel reisen … und auch niemals mehr nach Ägypten. Rassisten unterstütze ich nicht. Nimmer.

Montag, 11. Mai 2015

11.05.2015 - Sex für Geld

Karl Lagerfeld war in einem Interview sehr gut drauf … und ehrlich – wie fast immer.

Es ging um Sex. Wenn ein Mann über 60, 70 oder 80 Jahre alt ist, und schwul ist, und steht auf junge, gutsaussehende, gut gebaute Männer – der muss in 90 bis 100 Prozent für seinen erwünschten Sex zahlen.

So ist das Leben halt.

Das gleiche gilt für heterosexuelle Männer.

Wenn ein Mann über 60, 70 oder 80 Jahre alt ist, und steht auf junge, gutsaussehende, gut gebaute Frauen – der muss in 90 bis 100 Prozent für seinen erwünschten Sex zahlen.

Einer meiner Großväter wurde mit 80 zum dritten Mal Witwer. Und  da er als alter Mann keinen Sex mit gleichaltrigen Frauen wollte, sondern mit 30jährigen Frauen – dann musste er zahlen.

Als es herauskam, da schämten sich seine 55 oder 45 jährigen Töchter für ihn. Nur ich – der Enkel verteidigte seinen Großvater. 

Mein Gott. Mein Gott. Mein Gott.

Wie viele Männer um die 60 oder 70 Jahren machen keinen Sex mit ihren schrumpeligen Frauen. Und das gleiche gilt für die Frauen, die von gutgebauten und sportlichen Männern.

OK – auch kleine Porno-Filme und Spielgeräte schaffen befriedender Ersatz.

Das Schlimmste aber sind jene Menschen, die seit 10 oder 20 Jahren keinen Sex mehr haben. Sex ist so wichtig wie Essen und Trinken. Für mich sind diese Menschen Krüppel.

Der Ansatz ist nicht der schlechteste und der humanste, dass Krankenkassen für den Sex für Behinderte, Hässliche und Alte.