Samstag, 19. Dezember 2015

19.12.2015 - Polieren

Manche deutsche Professoren schwafeln, dass einem schwindlig wird.

Zum Beispiel der „Medienwissenschaftler“ Jochen Hörisch, Professor an der Universität Mannheim.

In einem SPIEGEL-Interview blubberte er so für sich hin – um dann zu sagen:

"Wer vom Islamischen Staat mit Enthauptung bedroht wir, den kann man getrost als Vertriebenen bezeichnen. Ich finde den Begriff sehr präzise. Natürlich ist nicht jeder der eine Million Menschen, die bei uns Schutz suchen, wirklich ein Opfer. Es werden auch Täter, vielleicht sogar Terroristen oder schlicht Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben darunter sein.

Aber war das vor 70 Jahren anders?
Deutschland hat den zweiten Weltkrieg angezettelt. Was danach für Flüchtlinge, Altnazis und Heimatvertriebene unterwegs waren! Und vor allem wie gut das am Ende geklappt hat. Das ist eine Geschichte, die wir uns in Erinnerung rufen müssen.“

Ja – Herr Professor Dummschwätzer, ich (Jahrgang 1948) habe mir diese Zeit in Erinnerung gerufen - aus dem Leben meiner Familie.

Zehn Frauen aus meiner Familie sind im großen Treck Januar 1945 von Soldaten der Roten Armee vergewaltigt worden – darunter die 16-jährige Schwester meiner Mutter.

Ich höre sie immer noch nächtens schreien – in ihrem Zimmer bei meinen Großeltern. Auf meine Frage, warum schreit die Tante jede Nacht: Sie ist krank.

Der ältere Bruder meines Großvaters erwartete die Sowjet-Soldaten auf seinem Bauernhof – und wurde zusammen mit seiner Familie einfach erschossen. Er war kein Nazi, kein NSDAP-Parteimitglied.

Für dieses dummes Geschwätz und die Beleidigung meiner Familie gehört eigentlich diesem Mannheimer Professor seine Fresse poliert. Von mir. 

Aber nein – ich werde meine Hände nicht schmutzig machen – an der dummen Fresse eines Spießers bzw. Biedermeiers und sein Geschwätz.

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