Sonntag, 19. Juli 2015

19.07.2015 - Genervt

Wenn ein Politiker aus Heilbronn bundesweit per TV etwas hinausposaunt, dann ist es entweder richtig und wichtig – oder nur provinziell. Selbst wenn er stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender ist. So hat es vor wenigen Tagen Thomas Strobl getan - sehr provinziell:

„Es herrscht schon wieder jene typisch deutsche nassforsche Selbstüberhebung vor, wie sie sich in den Worten von Thomas Strobl äußert, stellvertretender Vorsitzender der CDU: "Der Grieche hat jetzt lange genug genervt." - Und weil der Grieche nervt, hätten die Deutschen ihn am liebsten aus dem Euro, wenn nicht aus der EU geworfen.“ (DER SPIEGEL)

Wenige Tage danach nervte Strobls Schwiegervater Wolfgang Schäuble - die Kanzlerin. Niemand könne ihn zwingen, gegen seine Überzeugungen zu handeln, sagte er im SPIEGEL. "Wenn das jemand versuchen würde, könnte ich zum Bundespräsidenten gehen und um meine Entlassung bitten."

Darauf angesprochen, sagte Angela Merkel (Biedermeier-Kanzlerin in Deutschland) am Sonntagabend im ARD-Sommerinterview knapp: "Bei mir war niemand und hat um irgendeine Entlassung gebeten. Und ich habe auch nicht die Absicht, diese Diskussion weiter zu führen."

Dabei wollte Schäuble nicht mal zurücktreten -  als der SPIEGEL bei Schäuble nachfragte („Denken Sie darüber nach?“), da antwortete der Finanzminister: „Nein, wie kommen Sie darauf?“

Jetzt zähle ich die Tage, wann die FDJ-Sekretärin a.D., die Schwarze Witwe Angela Merkel ihrem "Minister des Geldes" den Stuhl vor die Tür stellt. Nach dem Strobl-Motto: Der Schäuble hat jetzt lange genervt. Denn die Biedermeier-Kanzlerin vergißt nichts.

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