Dienstag, 14. Juli 2015

14.07.2015 - Er will halt

Die CDU in Baden-Württemberg war einst eine stramm-konservative Partei mit kleinen liberalen Tupfern, sie war groß und mächtig. 

Bis Günther Oettinger Ministerpräsident wurde – und Thomas Strobl zu seinem CDU-Generalsekretär machte. Da stimmte es in der christlichen Partei nicht mehr in der christlichen Moral.

Ein CDU-Minister wollte an einer schwulen Parade teilnehmen. In der CDU-Ministerpräsidenten Oettinger krachte es öffentlich in seiner Ehe. Unglaublich.

Und seine Fast-Chefin in Berlin, die Biedermeier-Kanzlerin und FDJ-Sekretärin a. D. Angela Merkel schickt ihn nach Brüssel – als deutscher Europa- Kommissar. Quasi - zur Strafe.

Sein Nachfolger als Ministerpräsident in Baden-Württemberg wurde der stramme und strutkonservative Stefan Mappus.

Und der übernahm auch Thomas Strobl als seinen CDU-Generalsekretär. Die beiden CDU-Halbstarke fuhren mit Karacho die einst stolze CDU gnadenlos gegen die Wand – sprich in die Opposition.

Strobl wurde danach sogar Nachfolger von Mappus im Amte als CDU-Landesvorsitzender. Strobl kandidierte für das Amt als Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl 2016 – und scheiterte mit großer Naivität …  gegen die Landtagspräsidenten Guido Wolf.

Die Christdemokraten sind immer noch das größte und stärkste Partei in Baden-Württemberg. Aber ihr Spitzenpersonal aber gibt sich sehr provinziell.

DIE SÜDDEUTSCHE: „Thomas Strobl sagt diese Worte einfach so. Ein erster Satz von mehreren Sätzen. Als ob er am Stammtisch säße beim dritten Glas Heilbronner Trollinger Rosé. Oder im Kreise seiner Familie. Er sagt: "Der Grieche hat jetzt lang genug genervt." Strobl hat dabei kein Weinglas in der Hand, sondern seine abgeschabte Aktentasche. Und er sitzt auch nicht am Stammtisch der Stuttgarter Senioren-Union. Er steht vor der CDU-Zentrale vor einer Traube Journalisten und spricht in Mikrofone und schaut dabei in die Kamera.“

Das war ein journalistischer und humorvoller Kantenschlag. Oder – es war halt ein unsauberer und dumpfer Gedanke, den Strobl vor sich hinplapperte. 

Das darf einem Spitzenpolitiker, einem stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzender nicht passieren. Da nutzt es nichts, frisch gebräunt aus einer Sonnenbank vor die TV-Kameras steigt.

Das ist genauso schlimm wie bei den Auftritten von dem baden-württembergischen CDU- Spitzendkandidaten Guido Wolf, ob er nun  fordert, den Zustrom von Asylbewerbern einzudämmen - oder anderes fordert.

Dabei ist es nicht  so schlimm, dass er ausschaut wie ein frecher und ausgebüxter Kasperl-Figur – schlimm ist auch nicht, dass seine Frisur nach oberschwäbischer Dorf-Coiffeur ausschaut, nein – SCHLIMM ist, dass sich der CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf seine Haare färbt. Und wie?!?

Nicht blond, schwarz, braun oder rot – sondern mit einer undefinierbaren Farbe, die aus einer Disney-Filme stammen muss. Sumpfig oder wiesig oder turfig?

OK. Egal wie. Jetzt fragen viele Leuten im Ländle erstaunt: „Und der will Ministerpräsident  in Baden-Württemberg werden?“

Naja – er probiert es halt. Trotz dieses lustigem Gesichtle und seiner komischen Frisur.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen