Donnerstag, 10. Dezember 2015

11.12.2015 - Ober-Sozi

Das linke SPIEGEL-online über die Parteien von SPD, Grünen und CSU:
- Siegmar Gabriel fühlte sich in den vergangenen Wochen so sicher wie lange nicht mehr in seiner Rolle, als ein gefestigter Parteichef - und demzufolge war die Erwartung an seine Wiederwahl klar: Im Vergleich zu 2013, als er 83,6 Prozent erhielt, würde es diesmal wohl ein klein wenig mehr werden. Vielleicht sogar Richtung 90 Prozent. Doch als um 15.20 Uhr an diesem Freitagnachmittag das Wahlergebnis verlesen wird, ist genau das Gegenteil der Fall: Gabriel verliert noch mal fast zehn Prozentpunkte, nur 74,2 Prozent der Delegierten haben ihm die Stimme gegeben. Ein Schock.
- „Grüne mögen ihren Spitzenmann lieber als ihre Spitzenfrau“ „Simone Peter wurde mit 68,01 Prozent im Amt bestätigt. Die 49-Jährige ist seit Oktober 2013 im Amt, sie folgte nach einem mageren Bundestagswahlergebnis auf die langjährige Grünen-Chefin Claudia Roth. Allerdings musste Peter einen Dämpfer hinnehmen: Im Vergleich zu ihrer letzten Wahl verlor sie knapp acht Prozent. Özdemir wurde mit 76,9 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Ein Zuwachs für ihn: Bei der vorangegangenen Wahl 2013 hatte Özdemir 71,4 Prozent der Stimmen erhalten.“
- „CSU-Parteitag: Der Querulator - Am Ende dieses Parteitags steht so ein nur mageres Wahlergebnis für Seehofer: 87,2 Prozent. Es ist sein schlechtestes Ergebnis bisher. Wie konnte ihm das passieren?“
Die Objektivität des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks – man spürt den deutschen Partei-Journalismus deutlich:
"87,2 Prozent für Horst Seehofer"
"Eine redlich verdiente Watschn"
"abgewatscht" - "Denkzettel"

"76,9 Prozent für Cem Özedemir"
"der große Gewinner"
"herausragendes Ergebnis"
„74,2 Prozent für Siegmar Gabriel“
„Gabriel abgestraft“
„Es ist sein schlechtestes Ergebnis“
BILD sehr ehrlich : "Sigmar Gabriel (56) hat bei seiner Wiederwahl zum SPD-Vorsitzenden mit 74,03 Prozent – wieder mal – sein schlechtestes Wiederwahl-Ergebnis eingefahren … 90 Prozent wären ein Aufbruch gewesen. 85 Prozent ein ehrliches Ergebnis. 74 Prozent sind eine Katastrophe!"
 

Mittwoch, 9. Dezember 2015

10.12.2012 - Nicht mein Land



Das "Time"-Magazin staunt über Angela Merkel und kürt sie zur wichtigsten Persönlichkeit des Jahres. Vor allem ihr Umgang mit den Flüchtlingen nötigt der Redaktion Respekt ab.
Auf Platz zwei der Rangliste folgt der selbst ernannte Kalif der Terrororganisation IS, Abu Bakr al-Baghdadi, dahinter der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump...

Vor Merkel  haben insgesamt drei Deutsche den Titel erhalten. 1938 wurde Adolf Hitler "Mann des Jahres", weil er Deutschland gleichgeschaltet und Europa verändert hatte.
"Sie haben die Person gewählt, die Deutschland ruiniert". Dieser Kommentar von Donald Trump sagt alles. Deshalb mögen die Amis Merkel. Sie destabilisiert Deutschland und damit Europa. Griechenlandkrise, Bankenrettung, unkontrollierte Masseneinwanderung, Russland-Boykott (einfach die deutschen Bauern fragen) etc. -
Besser hätten die USA nicht treffen können - als mit dieser Vasallin. Sie zieht in jeden Krieg, den sie befehlen. Anschließend nimmt sie Millionen Kriegsflüchtlinge auf, allerdings sich ohne um die Realität zu kümmern.

Merkel lässt die Überwachung der Bevölkerung durch die NSA einfach zu und begrüßt sie. Sie ist der Finanzindustrie genauso hörig wie ihr Vorgänger Schröder und sorgt dafür, dass die Gewinne bei den Großkapitalisten und Banken bleiben, und die Bevölkerung alle Verluste tragen muss. Das Casino geht weiter, denn die Deutschen haben immer noch zu viel Geld und noch nicht so viele Arme und Obdachlose wie im „Land of the Free“.

Dem muss abgeholfen werden durch viele Zahlungen für weitere Millionen Migranten. Bisher sind ja "nur" 30 Milliarden Euro jährlich geplant, da geht sicher noch was.

Außerdem sollen bald die US-Atombomben in der Eifel erneuert werden und der Rüstungsetat für weitere Kriege erhöht, wir haben ja viel Geld für so etwas. So werden wir auch hervorragend vor dem Teufel geschützt, der laut NATO immer im Osten sitzt und natürlich auf der "Achse des Bösen". Also alles in Butter, Kriegseinsätze bringen mehr Frieden, Bomben helfen dem Terror.

Die bei aller Dreistigkeit immerhin clevere US-Regierung lacht sich sicher kaputt über so viel Dummheit von "Mutter Merkel". Die brav von der EU befolgten Sanktionen gegen Russland bescheren ihnen steigende Profite, auch die Aktien der Waffenkonzerne laufen sehr gut. Win Win für Uncle Sam.


Frau Merkel hat aber kürzlich aus Versehen die Wahrheit gesagt: Das ist nicht mehr mein Land.

09.12.2015 - Nähern

Ich denke gelegentlich an die Menschen, die im Metier des Journalismus vor ihrem Aus stehen: beim SPIEGEL werden 200 Menschen von 750 entlassen; bei der FAZ werden ebenfalls 200 von 700 entlassen; ebenso bei verschiedenen Fernseh-Talkshow-Firmen… und auch beim SPRINGER.

Diese gut ausgebildeten, sehr gut verdienenden Journalisten (meistens aus den Zentren wie Hamburg, Berlin, München) werden auf den deutschen Markt geworfen – siehe jetzt das Haus HEILBRONNER STIMME. Der neue stellvertretender STIMME-Chefredakteur und der neue echo-Redaktionsleiter.

 Zur katholischen Kirche. Ich habe gerade einen Artikel des Alt-Linken Alan von Posener in der WELT gelesen. Titel: „Papst Franziskus ist ein primitiver Antikapitalist“. Ähnliches ist zu lesen zurzeit in FAZ und FOCUS. Da ich ein vorsichtiger Mensch bin, denke ich – der Tod von Franziskus ist nicht weit. Wie sagte so schön Peter Scholl-Latour in ihrem Tagesspiegel-Interview kurz vor seinem Tod: „Das größere Problem sind Fabriken der Desinformation, ob sie sich nun in North Carolina, London oder Israel befinden. Die zielen auf deutsche und europäische Medien. Und das klappt. Von der „taz“ bis zur „Welt“ – ein Unisono, was die Ukraine betrifft.“

Übrigens ich lese zu Zeit Peter Scholl-Latour Biografie „Mein Leben“ (ein wirklicher interessanter Mensch, ein kluger Katholik, ein wirklicher Nazi-Gegner).

Ich empfehle Dir sehr das Buch des Amerikaners Gilbert Keith Chesterton „Ketzer – Ein Plädoyer gegen die Gleichgültigkeit“. Und auch Arthur R.G. Solmssen „Berliner Reigen“.

Langsam, aber schleichend nähere ich mich den Positionen von Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht.  Ihre Rede im Bundestag zur Ablehnung des Eintritts in den Syrien-Krieg war aufrüttelnd, gut begründet und sehr konsequent.

„Die konservative Revolution“ in der Weimarer Republik fasziniert mich. Deshalb die Bücher von Ernst Jünger, Friedrich Sieburg („Napoleon“), Ernst von Salomon, etc.

Aber ich bin kein Ideologe – weder in Richtung Katholizismus, Kommunismus, noch konservative Revolution, etc.

Ich war 1985 bis 1988 oft in Paris – da explodierten in vielen Metro-Stationen Bomben. Die letzten Attentate haben mich genauso erschüttert wie die Explosionen in Bagdad, Syrien, Palästina, Gaza, etc. – Unschuldige Zivilisten und vor allem Kinder sind zumeist die Opfer – das ist teuflisch. Aber diese Terroristen sind Engel ihrer Gottes-Ideologie – wie damals die deutschen Bilderstürmer und die anderen deutschen protestantischen Horden (Sacco Di Roma, der römische „11.9.“).

Wenn man nicht aufpasst, dann heißt es ganz schnell: Krieg ist ein Naturkatastrophe. Ich kann meine Ahnengalerie bis zum dreißigjährigen Krieg zurückverfolgen (dank meiner Beamten-Großväter) – in jedem Jahrhundert gab es mindestens zwei Kriege.

Und wenn ich mir die Berichterstattung in Zeitungen anschaue, dann ist es wohl wahr: Krieg ist ein Naturereignis. Wie das Wetter. Da kommt man sehr schnell zu dem Punkt: Wenn schon Krieg, dann zivilisiert denken und handeln.

Aber auch das ist heute nicht mehr möglich.

Dienstag, 8. Dezember 2015

08.12.2015 - Gemein machen II

Sehr geehrte Frau Hachenberg,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich verstehe durchaus, wenn ein Journalist gegen gewisse Meinungen mit seinen Kommentaren ankämpft,
die undemokratischen Tendenzen aufweist.

Ich sehe aber nicht, dass demokratische Parteien in der Bundesrepublik Deutschland eine Diktatur errichten wollen.

Die NSDAP und die KPD wollten einst in Deutschland eine Diktatur errichten – und haben es auch geschaffen.
Siehe “Drittes Reich” und “DDR”.

Zu Recht wurden diese Parteien in der Bundesrepublik von höchsten Gerichten verboten.

Als die NPD mit über zehn Prozent im baden-württembergischen Landtag saß, da war ich zusammen mit anderen Schülern und Studenten in Hohenlohe zusammen zu NPD-Veranstaltungen gegangen, um dort mit den Menschen zu diskutieren.

In Hohenlohe gab es Ortschaften, da lag die NPD bei über weitaus 50 Prozent der Stimmen bei der Wahl. Damals ging es vor allen um eine neue Ostpolitik – und die neue APO.

Das Gleiche haben wir als Schüler und Studenten mit der DKP getan. Eine neue kommunistische Partei, die nicht mehr eine Diktatur  in Deutschland anstrebte.

Wir haben aber nicht gegen diese Parteien demonstriert, sondern gegen die Notstandsgesetze und Neo-Nazis in den normalen demokratischen Parteien.

Ich habe in Hohenlohe bei der SPD miterlebt, wie gegen die Gastarbeiter gehetzt wurde. Dagegen diese Politik demonstrierte ich zusammen mit meinen Mitschülern, die teilweise in Spanien und Italien geboren wurden.

Das war die Zeit der ersten Wirtschaftskrise in der Bundesrepublik. Und es war die Zeit, in der in Heilbronn ein SPD-Sekretär residierte, die bei der Nazi-Polizei tätig war und später bei der Waffen-SS kämpfte.

Demokratie ist ein fortwährender Diskussionsvorgang für die besseren Entscheidungen – das Volk trifft  durch Wahlen die Entscheidungen.

1969 war ich auf dem evangelischen Kirchentag in Stuttgart.
Bei einer Diskussion mit Günter Grass und Helmut von Hentig (vor allem bekannt durch die Affäre-Odenwald-Schule) hatte ein Tübinger Apotheker zur Wort gemeldet, redete wirr und grüßte abschließend seine Kameraden von Waffen–SS und trank aus eine mitgebrachten Fläschchen Zyankali - und starb durch das Gift.

Der SS-Waffen-Mann Günter Grass machte sich lustig über den Apotheker aus Tübingen – hatte aber offenbar vergessen, dass er Mitglied bei Waffen-SS war. Grass erzählte bei dieser Veranstaltung nichts von seiner Waffen-SS-Mitgliedschaft – im Gegenteil.
Sie kennen die Grass-Geschichte.

Das Gleiche geschah mit Erhard Eppler und Walter Jens. Sie hatten einfach “vergessen”, Mitglied der NSDAP zu sein. Als man sie damit konfrontierte, hatte sehr dumme Ausreden parat – mehr nicht.

Ich hatte meinen Großväter, meinem Vater und meiner Mutter intensiv befragt, was sie im Dritten Reich betan hat. Und ich bekam überprüfbare und richtige Antworten.

Ich hatte das Glück, dass meine Eltern niemals in irgendeiner Nazi-Organisationen waren. Sie weigerten sich einfach – auch als Jugendliche und junge Erwachsene. Man musste nicht, wenn man nicht wollte. Man Vater war – nach dem Entlassen der russischen Kriegsgefangenschaft 1947 – der kommunistischen Partei beigetreten. Und er gab sein Parteibuch wieder zurück – nach dem die SED zusammen mit russischem Militär  auf streikende Arbeiter geschossen hatte. 

Gezwungen wurde niemand. Auch in der DDR nicht. Man musste Nachteile ertragen. Das ist richtig.
Aber man musste sich nicht gemein machen mit der Diktatur – weder in der DDR noch im Dritten Reich.

Ich habe durch mein Elternhaus gelernt, anderen Menschen nicht zu unterstellen, sie würden für die Diktatur der Nazis oder Kommunisten Partei zu nehmen. Nur weil sie andere Meinungen vertreten als ich.

Ich habe gelernt, gegen Menschen zu kämpfen, die ihre Meinung als die einzige und wahre  Wahrheit darzustellen. Diese Menschen sind dann mit ihrem politischen Handeln sehr nahe an einer Diktatur angesiedelt.

Und ich finde es ebenso sehr unangenehm, wenn Journalisten mit ihrer Gouvernanten-Schreibe dem Leser moralinsauer daher kommen. Das ist ein Teil der momentanen Krise des deutschen Journalismus.

Bei den derzeitigen Demos gegen AFD und gegen vermeintliche und richtige Rechte, da habe ich immer den fürchterlichen Eindruck – bei den Demonstranten-Gruppen aus Linken, die Gewerkschaften, SPD, ev. Kirche, etc. spielt historische Rache eine große Rolle.

Weil die Wähler von SPD und KPD 1933/34 in Massen zu Hitler überwechselten – bis hin zum bitteren Ende. Die Linke und die SPD haben nicht ein deutsches Trauma , weil die Deutschen sich selbst nicht  von Hitler durch einen Aufstand befreiten – sondern von den Alliierten. Mein Vater hat als Jugendlicher erlebt -  wie ein zuvor strammer SPD-Genosse / Lehrer im Sommer  1934 ganz plötzlich in der SA-Uniform in der Schule erschien. Diese Opportunisten gab es viele – vor allem in den deutschen Beamten, den Bürgertum, dem Adel  und den Intellektuellen.

Und  - leider - die Linken, linken Sozis und die linken Evangelen, die vergessen nicht, dass die DDR-Bevölkerung sich allein von den linken Unterdrückern/Diktaturen einst befreit haben.

Die heutige Kanzlerin, die bis zum 35. Lebensjahr in der DDR lebte und nie als Oppositionelle aufgefallen war, macht jetzt eine sehr radikale deutsche Flüchtlingspolitik, ohne die anderen  europäischen Völker und Länder zu befragen. Das ist Politik nach dem Motto: Am deutschen Wesen soll Europa genesen.

Das ist eine großdeutsche und widerlich nationalistische Politik, die ich verabscheue.

Insofern empfinde ich ihre Artikel aufdringlich, einseitig und a-politisch – und das halte ich für sehr  gefährlich.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Dieter Ueckert

Montag, 7. Dezember 2015

07.12.2015 - Gemein machen I

Betrifft: Bettina Hachenberg und ihre Artikel “Nein zu Fremdenfeindlichkeit” / “Flagge gezeigt” (Region, Montag, 07.12.2015)
Sehr geehrte Frau Hachenberg,

gute Berichterstatter in einer Zeitung sollten keine Gouvernanten für die Leser, sondern sollten nur gute Journalisten sein. Vielleicht auch nur handwerklich-sauber arbeitende Journalisten. Auch in der Provinz.

Ich möchte Ihnen in diesem Zusammenhang wärmstens den  »Pate der seriösen deutschen TV-Kultur«, Hans Joachim Friedrichs, mit seinen Einsichten empfehlen.

"Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er Distanz zum Gegenstand seiner Betrachtung hält", hat Friedrichs seinen Kollegen mit auf den Weg gegeben, "und daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache, dass er immer dabei ist, aber nie dazugehört."

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Dieter Ueckert

Sehr geehrter Herr Ueckert,

vielen Dank für Ihre Anmerkungen.  Ein Kommentar ist dazu da, seine persönliche Meinung auszudrücken. Das habe ich mit Flagge gezeigt, getan. Ansonsten ist auf der Seite eine Mischung der vier Veranstaltungen, wobei wir dieses Mal das Hauptaugenmerk auf die Gegendemonstrationen gelegt haben, da wir in den vergangenen Wochen immer wieder ausführlich über die Demos von Hohenlohe wacht auf berichtet haben.

Mit freundlichen Grüßen
Bettina Hachenberg

Sonntag, 6. Dezember 2015

06.12.2015 - Nackt II

Im Gegensatz zu dem Tanz der Chippendales-Tänzern vor 2.500 bis 3.000 kreischenden Frauen – in seinen jährlichen Auftritten in der Heilbronner Harmonie.

Ich musste einmal das miterleben. Seitdem habe ich jährlich Praktikanten und Volontäre zur Berichterstattung hingeschickt. Um den Ernst des Lebens kennenzulernen.

Vor allen die männlichen Journalisten waren erschüttert zurückgekommen. Niemand hätte erwartet, dass deutsche Frauen (verheiratet oder unverheiratet), zwischen 30 und 40 Jahren in einen Dauer-Kreisch-Rausch verfallen – nur weil bodybuilding-gestählte Männer mit ihrem nackten Oberkörper und gestylten Frisuren sich eindeutig-auffordernd präsentieren.

Wenn die Jungs sich dann auch noch in ihrem knappen Tanga auf der bühne zeigen, explodieren die Hormone die Damen. Und sie stecken ihre 10, 20 oder 50 Euroscheine mit gierigen Fingern in die Mini-Unterhose. Dafür dürfen sie dann ihre weiblichen Körper an den gestählten Körpers der US-Boys reiben.

Man nennt das – Baptisten-Sex. Für den wurden Frauen in den Vereinigten Staaten im 16. Und 17. Jahrhundert von den Puritanern  als Hexe getötet.

Ich habe mich immer gefragt, welche Ehemänner Oder Freunde müssen derart sex-durchdrehende  Frauen in ihren Ehebetten beherbigen - nach dem Motto: Mach das Licht aus … sonst muss ich kotzen.

Dabei sind die tanzenden US-Boys auf der Bühne stockschwul – das sieht und riecht  jede halbwegs denkende Frau von 100 Metern aus. 

Naja – Träumen macht noch lange keinen Ehebruch – und macht auch niemand HIV-krank. Das ist wie beim Lesen von deutscher Yellow-Presse - oder Sex mit den Dildo.

Samstag, 5. Dezember 2015

05.12.2012 - Nackt I

Wenn ich – vor allem in der Provinz – zur Berichterstattung unterwegs war, dann gibt seltsame Begegnungen und Ereignisse. Nichts weltberührendes. Aber - teilweise - sehr Unangenehmes. An Orten, die ich niemals privat aufsuchen würde.

Da wurde einmal eine Bar eingeweiht - in meiner Gegenwart. Dazu noch mit diversen Halb- oder Viertels-Prominenten der lokalen Schickeria und Kommunalpolitik. Wie üblich gehören solche Etablissements hochgestellten und reichen Menschen der hiesigen jüdischen Gemeinde.

Das verdanken wir dem Zweiten Krieg und den amerikanischen Alliierten – die für solche Etablissements die Konzessionen vergaben. Gegen Gebühr. Korruption war sich nicht nahe. Und da in der US-Armee  die Juden für Film, Fun und Sex zuständig waren (siehe Hollywood), vergaben sie die Bar-Lizenzen an Glaubensbrüder - meistens aus Polen stammend.

Bei der besagten Eröffnung musste ich mit zwei Kollegen anderer Medien über den Bar-Premieren-Striptease berichten.

Eine hochstöckige Dame tanzt in einem engliegenden Kleid rund zehn Minuten lang. Dann warf sie Stück für Stück ihrer Garderobe - innerhalb eines weiteren 10-Minuten-Tanz. 

Als sie völlig nackt stand und vor sich tanzte – entnahm sie ganz plötzlich eine Kerze - aus einer Haushaltspackung (die so einfach auf der Bühne auf einem Tisch lag) - und entzündete den Dolch der weißen Kerze.

Fünf Minuten wedelte sie mit der brennenden  Kerze in einem Kerzen-Tanz vor sich herum - bis sie auf einem Stuhl Platz nahm – und mit dem nicht-brennenden Ende der Kerze vor ihrer Vagina herumhantierte.

Höhepunkt war – sie schob den nicht-brennenden Teil der Kerze in ihr Geschlechtsteil – bis der brennende Teil ihrer Kerze nur noch zwei Zentimeter zu sehen war.

Das Provinz-Publikum (hundertprozent Männer) staunte schweigend - keine Männer-Hand rührte sich zum Applaus. Erst als die Dame ihre Klamotten einpackte, war ein blasser Applaus zu hören. 

Wir – die Provinz-Journalisten – fragten bei der Dame später, ob sie sich schon mal die Schamhaare verbrannt hätte – in ihrer Arbeit.

Nö, war die prompte Antwort, die Kunst sei ja – im Gegensatz zur normalen Hausfrau, die mit der nichtbrennenden Kirche arbeitet  – die brennende Kerze im Blick zu haben. Das hat man mit der Zeit im Gefühl. Und das tropfende Wachs tut nicht weh, das kitzelt mehr. Und die Bardame scherzt hinzu: Dieser Kitzel sei ok - im Gegensatz zum Tripper.

Komischerweise – an diesem Abend war von der Männern kein hysterisches Gekreische zu hören. Nicht mal im Ansatz.