Mittwoch, 2. Dezember 2015

02.12.2015 - Quälen

Es gab in meiner Jugend Bücher, die konnte nur schmerzen im Kopf und im Bauch lesen. Ich spürte bei nahezu jeder Seite, wieder Schriftsteller eine große Lust empfand, seine Leser zu quälen.

Sie fragen mich jetzt bestimmt - Namen!?!

Ok.

Hubert Selby
Heinrich Böll
Hubert Fichte
Günter Grass
Stephan Hermlin





Dienstag, 1. Dezember 2015

01.12.2015 - Regionalzeitung

Heute um 11:05 Uhr meldete der Kress-Mediendienst, dass die HEILBRONNER STIMME einen neuen stellvertretender Chefredakteur bekommt – und zwar Karsten Kammholz von der Springer-Tageszeitung DIE WELT.

Hintergrund: „Nach bevor Stefan Aust die Verantwortung für die überregionale Zeitung von Jan-Eric übernimmt, verändert das Blatt sein Gesicht. Mit Karsten Kammholz, geboren 1979 in Neu-Delhi, verabschiedet sich nun auch der stellvertretende Ressortleiter Politik. (…) Erst im Sommer hatte WELT-Politik-Chef  Jochen Gaugele den Hut genommen …“

Stefan Aust, ehemaliger SPIEGEL-Chefredakteur, räumt als WELT-Herausgeber in der WELT-Redaktion auf. Kammholz ist eines der ersten Opfer. Ab in die schwäbische Provinz.

Chaotisch und völlig durcheinander meldet die STIMME am gleichen Tag um 13:04 Uhr, dann hysterisch um 15:30 Uhr updatet: „Die HEILBRONNER STIMME beruft Karsten Kammholz zum 1. April 2016 zum stellvertretenden Chefredakteur und Ressortleiter Politik und Wirtschaft.“ 

Chefredakteur Uwe Ralf Heer kommentierte die Kammholz-Berufung - und dämpft die Hoffnung auf einen Wechsel: „Es ist ein Bekenntnis zum Qualitätsjournalismus und ein Signal für die Weiterentwicklung unseres journalistischen Angebots.“

In Wirtschaftskreisen der Region wurde die Berufung mit Erstaunen und Humor zur Kenntnis genommen - von einer Zeitung, die bisher als Regionalzeitung von Eigengewächsen geleitet wurde.

Der nahezu seit zehn Jahren amtierende Chefredakteur Heer ist vor allem als bodenständiger Sport-Journalist bekannt, der insbesondere an Fußball interessiert ist. 

Seine Politik-Kommentare werden im Internet bundesweit als Lachnummern herumgereicht. Nicht gerade zur Ehre des Blättles.

Kammholz wird schon als Nachfolger von Heer gehandelt, der dann - so wird gehofft - die mafiöse Freundeskreise-Berichterstattung und die un-journalistische und provinzielle Redaktionsarbeit beendet sollte.

KRESS-Mediendienst, 01.12.2015, 11:05 Uhr
Der Politik-Vize und der Head of Social Media:
Karsten Kammholz & Martin Hoffmann verlassen "Welt"
Von Bülend Ürük

Weiterer Aderlass bei der "Welt": Nach Informationen von kress.de verlassen Karsten Kammholz und Social-Media-Chef Martin Hoffmann Springers Qualitätsblatt. Kammholz übernimmt Verantwortung in Heilbronn, Hoffmann macht sich selbstständig.

Noch bevor Stefan Aust die Verantwortung für die überregionale Zeitung von Jan-Eric Peters übernimmt, verändert das Blatt sein Gesicht: Mit Karsten Kammholz, geboren 1979 in Neu-Delhi, verabschiedet sich nun auch der stellvertretende Ressortleiter Politik. Kammholz wird nach kress.de-Infos neuer stellvertretender Chefredakteur bei der "Heilbronner Stimme". Kammholz hat die Axel-Springer-Akademie besucht, war danach unter anderem Leiter des Hauptstadtbüros vom "Hamburger Abendblatt".

Erst im Sommer hatte "Welt"-Politik-Chef Jochen Gaugele den Hut genommen und war als stellvertretender Chefredakteur der Funke-Zentralredaktion zu Jörg Quoos gewechselt (kress.de berichtete).

Mit Martin Hoffmann verlässt auch der Head of Social Media die WeltN24-Gruppe. Hoffmann war erst im Oktober 2014 vom MDR Sachsen-Anhalt nach Berlin zur "Welt" gewechselt. Nach kress.de-Infos macht sich Hoffmann selbstständig - eine Idee für ein Startup soll der digitale Denker bereits haben.

Hintergrund:

Chefredakteur von WeltN24 ist Jan-Eric Peters, die Chefredaktion komplettieren Ulf Poschardt, Arne Teetz, Oliver Michalsky und Beat Balzli. Herausgeber ist der frühere "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust. Verlagsgeschäftsführer sind Stephanie Caspar und Torsten Rossmann. Im Vorstand von Axel Springer verantwortet Jan Bayer die WeltN24-Gruppe. Die gemeinsam ausgewiesene, verkaufte Auflage von "Welt Kompakt" und "Die Welt" beträgt 192.396 Exemplare (laut IVW 3/2015). Der "Welt" liegen als regelmäßige Magazinbeilagen außerdem unter anderem das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" (Chefredakteur: Klaus Boldt, Herausgeber: Arno Balzer), das Stilmagazin "Icon" (Chefredakteurin: Inga Griese) sowie das Kunstmagazin "Blau" (Chefredakteur: Cornelius Tittel) bei.

Stimme.de-Artikel vom 01. Dezember 2015, 13:04 Uhr - Update am 01. Dezember 2015, 15:30 Uhr
Neuer stellvertretender Stimme-Chefredakteur

Heilbronn. Die Heilbronner Stimme, Hohenloher Zeitung und Kraichgau Stimme beruft Karsten Kammholz zum 1. April 2016 zum stellvertretenden Chefredakteur und Ressortleiter Politik und Wirtschaft.

Der 36-Jährige ist derzeit stellvertretender Ressortleiter Politik von WELT, WELT am SONNTAG und N24. Zuvor war Kammholz verantwortlicher Redakteur Nachrichten bei den WELT-Titeln und Leiter des Hauptstadtbüros des HAMBURGER ABENDBLATTS.

Er wurde mit dem Medienpreis Politik des Deutschen Bundestags 2012 und dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten 2007 ausgezeichnet. Kammholz absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur bei der Journalistenschule Axel Springer/Axel Springer Akademie in der Stammredaktion WELT/BERLINER Morgenpost. Er studierte Anglistik und Journalistik in Leipzig, Kiel und London.

„Mit dieser Verpflichtung unterstreichen wir die Zielsetzung, den Mantel unserer Tageszeitung weiter zu stärken und die exklusive politische und wirtschaftliche Berichterstattung sowohl in Print als auch Online bei stimme.de Premium auszubauen. Es ist ein Bekenntnis zum Qualitätsjournalismus und ein Signal für die Weiterentwicklung unseres journalistischen Angebots“, sagt Chefredakteur Uwe Ralf Heer.

Montag, 30. November 2015

30.11.2015 - Meine Politik

Parteien in Deutschland waren mir eigentlich nur ein Mittel zum Zweck – um eine gute Politik zu machen – um eine schlechte abzuwehren. Das Parteien verkündigen eine Religion, keine Heilslehre.


Das war für mich die Lehre aus zwei Diktaturen im 19. und 20. Jahrhundert in Deutschland.


Als Schüler bewunderte ich Kurt Schumacher, der SPD-Vorsitzende nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Mann, der für seine demokratischen und sozialistischen Überzeugungen im KZ saß. Der war für mich ein überzeugender Politiker - ein Vorbild.


Als ich 1968 in die SPD eingetreten war, erlebte ich einen widerlichen Fremdenhass, dass ich glaubte, ich wäre einer Nazi-Nachfolge-Organisation beigetreten.


Es war die Zeit der ersten Wirtschaftskrise in der Bundesrepublik. Diese neuen „Genossen“ brüllten mir ins Ohr, die italienischen, spanischen, portugiesischen, griechischen Gastarbeiter müssen nach Hause geschickt werden. Dafür müsse die SPD sorgen.


Ich hatte im Internat italienische und spanische Schulkameraden. Ich war zutiefst erschüttert.


Das war auch die Zeit, in der die NPD mit über 10 Prozent im baden-württembergischen Landtag saß, in der die APO auf den Straßen demonstrierte, die Studenten mit Gewalt Krawall veranstalten, in der die SPD eine neue Ostpolitik formulierte und umsetzte, und ein Stasi-Spion und Westberliner Kriminalbeamte einen demonstrierten Studenten erschoss.


Ich wollte in einer verkrusteten und nicht sehr demokratischen bzw. nicht gerade diskussionsfreudigen SPD für eine wirkliche Demokratie zu kämpfen. So wie ich gelernt hatte – durch die traditionsreichen Demokratie-Vorbildern England, Frankreich und USA.


Das war nicht möglich. Die SPD war eine deutsche Unteroffizierspartei, eine Spießerpartei voll verklemmter und bildungsfernen Genossen. In der Partei tobte der Kampf  verschiedener Gruppierungen - vor allem zwischen linken und rechten Flügeln .


Ich trat aus. Und das war gut so – auch für mein Denken und Handeln. Die SPD hatte noch nicht verkraftete, dass die überwiegende Mehrheit ihrer Mitglieder nach 1934 zu glühenden Hitler-Verehrer und -Bewunderer wurde - weit über 1945 hinaus.

Aus der SPD konnte im dritten Reich niemals eine Widerstandsbewegung gegen die Nazis entstanden. Weil die Nazis Sozialgesetze geschaffen, für die die SPD und ihre Gewerkschaften erfolglos gekämpft hatten.

Deshalb ...

Bei Wahlen machte ich mir meine Pro-Contra-Zetteln für jede Partei, auf denen ich die jeweiligen Positionen als positiv und negativ bezeichnete. So kam es, dass ich von Wahl zu Wahl eine andere Partei wählte.


Mal die CDU, dann wieder die SPD, oder auch die FDP – leider nie die CSU, weil ich nie in meinem geliebten Bayern wohnte.



Ich wählte auch nie die Grünen. Die waren mir zu ökologisch, zu Körner-Fresser-mäßig, zu religiös in Sachen Völker-Gesundheit … somit zu nahe bei den Nazis.


Ich habe auch noch nie eine linksradikale oder rechtsradikale Partei gewählt. Die waren mir immer zu stark in einem Fuß in einer Diktatur stehend.


Mich hat immer interessiert, warum intelligente Menschen ihr Heil in terroristischen Gruppierungen suchen … in moskau-hörigen Kommunisten,  in mao-hörigen Kommunisten, zu RAF-Kommunisten, in rechten und linken NSADAP-Gruppierungen oder in den Nationalbolschewisten.


Ich habe nie verstanden, wie vernünftige Menschen in der Politik einen anbetungswürdigen Gott suchten.

Götter findet man eigentlich nur in einer Religion. Wer mit der Politik einen Himmel auf Erden schaffen will – der schafft für die Menschen nur die Hölle auf Erden.


Das habe ich aus der französischen Revolution gelernt - jener bürgerlichen Revolution aus dem Jahr 1789.  

Samstag, 28. November 2015

29.11.2015 - Hedonisten


Die Hedonisten in Deutschland – das sind diese SÜDDEUTSCHE-, STERN- und SPIEGEL-Leser, die eine, zwei oder drei  Eigentumswohnungen von Eltern geerbt haben ... 

... und Champagner-Partys in Sylt, Oberbayern, Stuttgart, Frankfurt, Berlin Hamburg oder auf Sylt geben … und SPD, Grüne oder Linke wählen.


Vielleicht auch grad noch die Merkel-Union???


Diese Toskana-Urlauber, die ansonsten ihren Berufen angehen – Lehrer, Beamter, Architekt, Sozialarbeiter, Rechtsanwalt, FH-Professor, Journalisten, etc. -  also Berufen, die brutto so zwischen 8.000 oder 40.000 Euro pro Monat verdienen. Alles zusammen genommen.


Hedonisten sind eigentlich nicht Mitglied einer der Volkskirchen. Höchstens bei der der protestantischen Volksfront-Kirche. Ansonsten sind die Mehrheiten bei den Hedonisten stramme Atheisten.


So wie auch einst die Nationalsozialisten und Kommunisten in den zwei deutschen Diktaturen. Und sie beten ihre Arier an: früher waren das blonde, sportliche, nichtrauchende, alkohol-verpönende Menschen – ob nun einst Volksgenossen und Genossen …


Und heute sind ihre Arier Menschen aus Nahost … ob nun aus Israel, Syrien, Irak, Iran, Libyen, Tunesien, etc. –  Alle diese Volksstämme oder Clans sind in Deutschland willkommen – von unseren Hedonisten.