Der Roman erzählt von Diederich Heßling als Beispiel für einen bestimmten Typ Mensch in der Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs.
Heßling ist obrigkeitshörig, feige und ohne Zivilcourage. Er ist ein Mitläufer und Konformist.
Jetzt, in der neuen Zeit des „Fin de Siècle“ – wie kurz vor dem Ersten Weltkrieg, gibt es genau diese Typen. Sozis, wie von Kurt Tucholsky und Joseph Roth.
Hier in Heilbronn ist es Harry Mergel, SPD-Oberbürgermeister, so ein
Heßling-Typ.
Der keift herum und wird herrisch, wenn es um 7.000 Quadratmeter
Ackerfläche eines schlichten Landwirts, dessen Acker-Fläche die Stadt will.
Will die Stadt, sprich der OB, einen
Preis diktieren? 30 Euro für den Quadratmeter? Um diesen Acker und andere
Flächen in den Böllinger Höfen preiswert
zu verkaufen? Für wen? Für Konzerne? Versprochen im einem trauten Service-Club-Gespräch?
Warum das Ganze?
Dieterich Heßling war vor vielen
Bücklingen vor seinem Kaiser in eine Pfütze gefallen. Das haben die
national-konservativen Unternehmer im Deutschen Reich so gemacht – in der
Karikatur von Heinrich Mann.
Die neuen Sozis unserer
Zeit sind eleganter – auch in ihrer Karikatur (siehe auch bei Kurt Tucholsky,
Joseph Roth, Ödön von
Horváth): Die werden heutzutage OB oder Minister, sind
Mitglied nicht nur in ihrer Sozen-Partei, sondern auch in einem Service-Club, sind also „Mafiosi“
.
Sozis buckeln nicht mehr vor dem Adel, nein, wahrlich nicht, sie kriechen ihren
bejubelten Oligarchen voll in den Arsch – und zwar ganz. Den Sozis lieben Riesen-Gewerkschaften
und große Konzerne – und hassen den Mittelstand.
Warum? Weil sie den großen und starken Staat lieben und hassen die Individuen
mit eigener Meinung.
Und sie lieben den warmen Anus der Oligarchien - da drin ist es warm.
Das Motto für Diederich Heßling: Buckeln nach oben, und treten nach unten.
War das etwa auch das Motto beim Heilbronner OB beim Kauf der 7.000
Quadratmetern Ackerfläche? Es würde passen.
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