Donnerstag, 25. Juni 2015

25.06.2015 - Harry Heßling

Heinrich Mann hat kurz vor dem Ersten Weltkrieg, im Jahre 1914, den Roman „Der Untertan“ veröffentlicht. Ein Skandal, weil das Buch „den starken typisch deutschen Mann, den hässlichen Deutschen“ zeigt.

Der Roman erzählt von Diederich Heßling als Beispiel für einen bestimmten Typ Mensch in der Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs. 

Heßling ist obrigkeitshörig, feige und ohne Zivilcourage. Er ist ein Mitläufer und Konformist. 

Jetzt, in der neuen Zeit des „Fin de Siècle“ – wie kurz vor dem Ersten Weltkrieg, gibt es genau diese Typen. Sozis, wie von Kurt Tucholsky und Joseph Roth.

Hier in Heilbronn ist es Harry Mergel, SPD-Oberbürgermeister, so ein Heßling-Typ.

Der keift herum und wird herrisch, wenn es um 7.000 Quadratmeter Ackerfläche eines schlichten Landwirts, dessen Acker-Fläche die Stadt will.

Will die Stadt, sprich der OB,  einen Preis diktieren? 30 Euro für den Quadratmeter? Um diesen Acker und andere Flächen in den Böllinger Höfen  preiswert zu verkaufen? Für wen? Für Konzerne? Versprochen im einem trauten Service-Club-Gespräch?

Warum das Ganze?

Dieterich Heßling  war vor vielen Bücklingen vor seinem Kaiser in eine Pfütze gefallen. Das haben die national-konservativen Unternehmer im Deutschen Reich so gemacht – in der Karikatur von Heinrich Mann.

Die neuen Sozis unserer Zeit sind eleganter – auch in ihrer Karikatur (siehe auch bei Kurt Tucholsky, Joseph Roth, Ödön von Horváth): Die werden heutzutage OB oder Minister, sind Mitglied nicht nur in ihrer Sozen-Partei, sondern  auch in einem Service-Club, sind also „Mafiosi“ .

Sozis buckeln nicht mehr vor dem Adel, nein, wahrlich nicht, sie kriechen ihren bejubelten Oligarchen voll in den Arsch – und zwar ganz. Den Sozis lieben Riesen-Gewerkschaften und große Konzerne – und hassen den Mittelstand.

Warum? Weil sie den großen und starken Staat lieben und hassen die Individuen mit eigener Meinung.

Und sie lieben den warmen Anus der Oligarchien - da drin  ist es warm.

Das Motto für Diederich Heßling: Buckeln nach oben, und treten nach unten.

War das etwa auch das Motto beim Heilbronner OB beim Kauf der 7.000 Quadratmetern Ackerfläche? Es würde passen.

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