Bergen-Belsen
Das Lager entstand aus Baracken, die bis 1939 als
Unterkünfte für Arbeiter gedient hatten, die den Truppenübungsplatz in Bergen
errichtet hatten. Die Baracken wurden nach Kriegsbeginn bis Januar 1945 von der
Wehrmacht in ein Lager für belgische und französische, dann auch für
sowjetische Kriegsgefangene umfunktioniert.
1943 übernahm die SS einen Teil des Lagers und nutzte
es als „Aufenthaltslager“ für „Austauschjuden“, jüdische Häftlinge, die gegen
deutsche Zivilinternierte im Ausland ausgetauscht werden sollten. Später kamen
ein Männer- und ein Frauenlager für kranke und arbeitsunfähige Häftlinge aus
anderen Konzentrationslagern hinzu. Ab März 1944 wurden weitere Zehntausende
Häftlinge aus frontnahen Konzentrationslagern in das KZ Bergen-Belsen verlegt.
Bis zur Befreiung des Lagers durch britische Truppen
am 15. April 1945 starben im KZ Bergen-Belsen mindestens 52.000 Häftlinge auf
Grund der Haftbedingungen.
Hamburg
Durch schwere Bombardierungen amerikanischer und
britischer Flugzeugverbände im Juli und August 1943, der Operation Gomorrha,
wurden geschätzte 40 bis 50.000 Menschen getötet und rund ein Drittel aller
Wohngebäude zerstört. Etwa 125.000 Hamburger wurden verletzt, 900.000
obdachlos. Bis Kriegsende haben bei 213 Luftangriffen ca. 17.000 Flugzeuge etwa
101.000 Sprengbomben und 1,6 Mio. Brandbomben auf die Stadt abgeworfen.
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