Freitag, 6. März 2015

06.03.2015 - Bilderstürmer


Anhänger vom „Islamischen Staat IS“ haben Kulturgüter zerstört, teilweise bis zu 3.000 Jahre alt. Diese Gebilde seien Götzen-Skulpturen etc., so die Islam-Fundis, diese Kultur sei nicht islamisch.
Das ist nicht neu - das hatten die Juden in Israel vor 2.000 Jahren und zuvor auch getan. Götzenbilder haben sie einfach zerstört.

Insgesamt war das eine beliebte Zerstörung, die in monotheistischen Religionen – Juden, Christen und Islam – durchaus üblich war und auch heute noch ist. Nur die europäische Aufklärung hat das barbarische Toben ein Ende gesetzt.

Im römischen Reich war die Toleranz gegenüber anderen Religionen sehr ausgeprägt - zumindest geduldet. 

Auch gegenüber den Juden, die ja nichts duldeten über oder unter ihrem Gott. Die fürchterliche Intoleranz der Juden gegenüber anderen Religionen - das wollten die römischen Herrscher in ihrem Reich nicht dulden, sie geißelten diese jüdische Intoleranz "Barbarei", wie auch die Beschneidung von Knaben (eine Woche nach der Geburt), etc.

Die Römer hatten sich vor allem im ersten und im dritten Jüdischen Krieg die jüdischen Terrorangriffe auf das römische Militär über Jahre hinweg angeschaut (*)  


… bis sie gnadenlos zuschlugen: Zerstörung des Tempels in Jerusalem und die Tötung der gesamten jüdischen Elite – der sehr tolerante Kaiser Hadrian ließ 134 n.Chr. rund 500.000 Juden töten (**).

Die Zerstörung von religiösen Bilder und Skulpturen gab es auch in protestantischen Sekten, insofern ist das teilweise alte christliche Tradition – siehe die Bilderstürmer (***).

Wie heißt es so schön:
Wer mit dem Zeigefinger auf andere Religionen zeigt, auf den zeigen drei Finger der gleichen Hand zurück.

Übrigens:
Siehe auch in der europäischen Politik. Hitler wollte London, Leningrad und Paris platt machen, wenn notwendig auch Rom.
Diese Kultur-Zerstörung ist ihm nicht gelungen.

Aber den Weltkrieg-Alliierten ist das mit der völligen Zerstören deutscher Städten gelungen, und damit europäischer Kulturgütern - siehe Dresden, Hamburg, Pforzheim, etc.

Bisher haben sich die Alliierten dafür nicht geschämt und nicht entschuldigt.

Ich finde diese momentanen Kultur-Zerstörungen schlicht eine grausame Barbarei - wie auch die Bombardierung der deutschen Städten durch die Alliierten.


(*) Der große Jüdische Krieg gegen die Römer begann im Jahr 66  n. Chr. in Judäa, ausgelöst durch staatliche und religiöse Unterdrückung, und endete im Jahr 70 mit der Eroberung Jerusalems und der Zerstörung des Jerusalemer Tempels. Endgültig konnte der Krieg erst im Jahr 74 mit dem Fall von Masada beendet werden. Es war der erste der drei großen jüdischen Aufstände gegen die Römer im 1. und 2. Jahrhundert – der zweite war der Diasporaaufstand um 116, der dritte der Bar-Kochba-Aufstand von 132 bis 135.
 
(**) Nach dem Bericht Cassius Dios war die Erhebung von langer Hand vorbereitet worden, indem Waffen gesammelt und Waffenlager sowie geheime Rückzugsorte räumlich verteilt angelegt worden waren. Als der Aufstand 132 losbrach, erwiesen sich die beiden vor Ort stationierten römischen Legionen binnen kurzem als unterlegen, sodass Hadrian Heeresteile und militärisches Führungspersonal aus anderen Provinzen nach Judäa beorderte, darunter den als besonders fähig angesehenen Kommandeur Sextus Iulius Severus, der aus Britannien am Schauplatz eintraf. Unklar ist, ob Hadrian bis 134 selbst an der expeditio Iudaica teilnahm; einige Indizien sprechen dafür. Zweifellos war die enorme Truppenmobilisierung für die Kämpfe in Judäa eine Reaktion auf hohe römische Verluste. Als Hinweis darauf wird auch der Umstand gedeutet, dass Hadrian in einer Botschaft an den Senat auf die übliche Bekundung verzichtete, dass er selbst und die Legionen wohlauf seien. Der Vergeltungsfeldzug der Römer, als sie schließlich wieder die Oberhand in Judäa gewannen, war gnadenlos. Bei den Kämpfen, in denen nahezu hundert Dörfer und Bergfesten einzeln genommen werden mussten, fanden über 500.000 Juden den Tod, das Land blieb menschenleer und zerstört zurück. Aus Iudaea wurde die Provinz Syria Palaestina. Hadrian bewertete den schließlichen Sieg so hoch, dass er im Dezember 135 die zweite imperatorische Akklamation entgegennahm; doch verzichtete er auf einen Triumph. Die Tora und der jüdische Kalender wurden verboten, man ließ jüdische Gelehrte hinrichten und Schriftrollen, die den Juden heilig waren, auf dem Tempelberg verbrennen. Am früheren Tempelheiligtum wurden Statuen Jupiters und des Kaisers errichtet. Aelia Capitolina durften die Juden zunächst nicht betreten. Später erhielten sie die Zutrittserlaubnis einmal jährlich am 9. Av, um Niederlage, Tempelzerstörung und Vertreibung zu betrauern.

(***) Der reformatorische Bildersturm war eine Begleiterscheinung der Reformation im 16. Jahrhundert. Auf Weisung reformatorischer Theologen und der zum neuen Glauben übergetretenen Obrigkeit wurden Gemälde, Skulpturen, Kirchenfenster und andere Bildwerke mit Darstellungen Christi und der Heiligen sowie weiterer Kirchenschmuck − teilweise auch Kirchenorgeln − aus den Kirchen entfernt. Die Bildwerke und Schmuckgegenstände wurden teils verkauft oder anderweitig in Privatbesitz überführt, teils vernichtet oder beschädigt.



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